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Für
die folgenden 200km bis Inebolu brauchen wir
keinen 5. Gang. Entweder geht’s steil bergauf oder steil bergab!Oder, um es
genauer zu beschreiben: In Küstennähe in Serpentinen auf einen Berg, in
Serpentinen wieder
runter (Straßentyp: schmal, holperig), im Tal dann ein Dorf
und eine Brücke über einen Fluss. Dann wieder in Serpentinen auf einen Berg,
in Serpentinen wieder runter, im Tal ein Dorf, ein Fluss, eine Brücke. Dann
wieder in Serpentinen..... . Wir zählen die Dörfer, Flüsse und Brücken
nicht, aber es gibt jede Menge davon! In
Inebolu treffen wir Brunhild und Harald, die sich mit ihrem wüstentauglichen
Bremach-Allrad 3,5 Tonner mit Dust-Devil Aufbau gerade auf dem Rückweg von
Ägypten nach Deutschland befinden. Die
beiden junggebliebenen Tierärzte im Ruhestand haben schon fast alle Teile der
Welt bereist. Noch von ihrem Hinweg im Winter kennen sie einen ruhigen
Standplatz in der Nähe der Stadt, ein kleines, baumbestandenes Plateau
unterhalb der
Küst
Maggie, sich
hin- und herrutschend den Weg nach oben zu bahnen! Brunhild
und Harald haben mit ihrem erheblich leichteren Fahrzeug hierbei nicht so große
Schwierigkeiten.
um Maggie nicht in ein Aquarium zu verwandeln. Die
alte Küstenstrasse verläuft, wenn sie nicht gerade durch eine der vielen,
engbebauten Ortschaften führt,
direkt entlang des Meeres, die Trassen der im
Bau befindlichen neuen Schnellstrasse direkt daneben. Die vielgerühmte
Schönheit der türkischen Schwarzmeerküste bleibt uns verborgen. Unser
einzig schönes Erlebnis haben wir in Ünye, einer Stadt mit 50.000 Einwohnern,
die offensichtlich viel Geld in ein ansprechendes Erscheinungsbild investiert
hat. Angekommen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, werden wir freundlich von einem
vorbeikommenden Rechtsanwalt begrüsst, der uns umgehend einem Journalisten an
die Hand gibt, der uns helfen soll, unsere Besorgungen zu machen. Ali ist
Reporter, Fotograf und Layouter des wöchentlich erscheinenden
Ünye-Stadtmagazins in einer Person. Zuerst
führt er uns in das Touristen-Informationsbüro. Es gibt Tee und Infomaterial
über die Stadt. Danach besichtigen wir ein historisches Hamam (Türkisches
Bad), besuchen das örtliche Internet-Cafe, in dem wir die aufgelaufenen Text-
und Bilddateien nach Deutschland mailen, eine Ausstellung mit handwerklichen
Arbeiten von jungen Schülern der Stadt (wir dürfen uns in das offizielle
Besucherbuch eintragen) und zuletzt die türkische Staatsbank, in
der wir mit
Alis Hilfe zügig Euro in Lira umtauschen können (in diesem Moment sind wir
wider Milliardäre, die Inflationsrate der Türkei liegt zur Zeit bei über 60%,
für einen Euro bekommen wir 1.300.000 Lira). Bei all diesen Unternehmungen
werden wir ständig von Ali fotografiert, was uns vermuten lässt, dass unser
Besuch zum Aufmacher der nächsten Ausgabe des Ünye-Stadtmagazins wird.
ch Istanbul
legt dieses Jahr am 2.Juli ab, also erst in 4 Wochen. Soviel zum Thema „Genauigkeit
von Reiseführern“!
haben wir im Moment die
Nase voll, also geht’s ab in die Berge. Schon
nach zwei
Stunden Fahrt durch imposante Schluchten, entlang rauschender
Gebirgsflüsse, haben wir die Baumgrenze überschritten und stoßen auf erste
Schneefelder. Es
wird kalt und Windböen schütteln uns durch, die Gebirgslandschaft jedoch ist
atemberaubend!Sanfte,
wellige Hügel wechseln sich ab mit steil aufragenden Gipfeln. Die
Passhöhe auf
2300m wählen wir als Rastplatz für die Nacht, eine Hochlandschafherde zieht
vorbei, idyllischer kann es eigentlich nicht sein.
zurück. Es
geht durch die grossen Reisanbaugebiete um Amasya, die üppige Vegetation der
fruchtbaren
Täler zwischen Tosya und Gerede. Für
die letzte Nacht finden wir einen Rastplatz in
Sichtweite einer Jandarma-Kaserne (die Jandarma ist eine Art
Militärpolizei, die überall im Land jederzeit schwerbewaffnet anzutreffen ist,
für die Einhaltung der „inneren Ordnung“ sorgt und ständige
Strassenkontrollen durchführt). In ihrer Nähe fühlen wir uns sicher.
Die Jandarma sich in unserer offensichtlich nicht! Nachdem
man sich eine halbe Stunde beraten hat, wird eine Abordnung ausgeschickt, die
uns freundlich, aber unmissverständlich erklärt, dass wir verschwinden sollen
(sie sprechen leider keine Fremdsprache, das erstickt jede Diskussion im Keim,
obwohl sich unsere Türkisch-Kenntnisse inzwischen gebessert haben, aber nur
für das lebensnotwendige ausreichen).
Da wir keine nähere Bekanntschaft mit
ihrer Amtsgewalt machen möchten, räumen wir das Feld.
Kashmir-Problem immer noch nicht zufriedenstellend gelöst,
aber anscheinend haben ausländische Vermittlungsversuche zumindest dazu geführt,
dass sich die Gefahr eines ausbrechenden Krieges stark verringert hat und der für
uns so wichtige einzige Grenzübergang wieder geöffnet wird. Am nächsten Tag
sollen wir erneut in der Botschaft erscheinen, um unsere Pässe mit
eingetragenem Visum wieder in Empfang zu nehmen.
Istanbuler Jugendlichen).
Der Bursche ist hart im Nehmen, auch ein rüdes Foul mit Schrammen und
Abschürfungen kann ihn nicht vom Weiterspielen abhalten! Bevor
wir am nächsten Tag unsere Pässe in der indischen Botschaft abholen, besuchen
wir noch einmal das „Schweizer Krankenhaus“. Vor vier Wochen, in
Griechenland, hatte sich an meinem linken Ellbogen eine starke Schwellung
gebildet, die ich auf mehrere Insektenbisse direkt daneben zurückgeführt
hatte. Die Schwellung wurde zwar in den folgenden Tagen kleiner, verschwand
jedoch nicht ganz und ich bemerke bei Belastung des Gelenkes noch einen dumpfen
Schmerz, der in den Ober- und Unterarm ausstrahlt. Als barzahlender
Privatpatient wird man in diesem Krankenhaus natürlich ohne Wartezeit
behandelt! Der türkische Arzt, gleichzeitig Dozent für Medizin, erklärt mir
(natürlich gedolmetscht von Ayhan), dass es sich um einen eingekapselten
Entzündungsherd handelt, der mittels einer 45-minütigen Operation herausgeholt
werden könne. Ein hinzugezogener, sehr gut deutsch-sprechender Chirurg stellt
dieselbe Diagnose. Da der Arm nach dem Eingriff jedoch zehn Tage stillgelegt
werden soll, bitte ich um eine Behandlung mit Antibiotika. Nach Meinung der
beiden Ärzte kann die Entzündung so zwar eingedämmt, aber nicht ganz
bereinigt werden. Sie halten die Operation, die übrigens 250 Euro kosten soll,
für unumgänglich. Ich möchte jedoch in den kommenden Wochen beobachten, wie
der Heilungsprozess ohne Eingriff verläuft und kann mich, wenn keine
nennenswerte Besserung eintritt, auch in einer der guten Teheraner Kliniken
operieren lass, was mir auch von den beiden türkischen Ärzten versichert wird.
Istanbul Spezial und Tips
Versucht
nicht und niemals, mit eurem Fahrzeug
in die <Kernstadt vorzudringen (wir haben es getan und „Allah Korosum!“)!
Mit einem PKW, wenn man fahren kann wie ein Mailänder (liegt in Italien,
und die können wirklich schlimm autofahren) könnte es gelingen,
vorrausgesetzt, man
hat sehr gute Federn und Stossdämpfer! Sucht euch einen Führer. Hier
sind Adresse und Telefonnummer unseres Freundes Ayhan:
Ayhan Kaymaz – Hancioglu Cad. No=86
Findikli – 0090 Maltepe/Istanbul – Tel.: 0543/4730899 (für Anrufe aus
dem Inland, wenn ihr aus dem Ausland anruft, setzt bitte die
Türkei-Vorwahl davor und streicht die führende Null der Istanbuler
Vorwahl). Er hat uns versprochen, dass er allen interessierten Touristen
(vorzugsweise Frauen zwischen 20 und 35 Jahren) ganz Istanbul zu Füssen
legen wird, umsonst natürlich. Wir
haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen, ihm ein gebührendes Gastgeschenk zu
überreichen, 1. ist das so Sitte und 22. kam es von uns für ihn wirklich von
Herzen, denn so einen phantastischen Menschen wird man selbst auf einer langen
Reise nur selten treffen. Also,
fahrt Bus, Fähre Taxi oder Sammeltaxi. Für
den Ungeübten empfiehlt sich das Taxi, weil das Geheimnis, wann und wo ein Bus
oder Sammeltaxi abfährt oder ankommt, für uns Westeuropäer immer ein Rätsel
bleiben wird (besonders, wenn man kaum türkisch sprechen kann). Ein Taxi kostet
im Moment eine Grundpauschale von 650.000 Lira (55 Cent) und für eine Fahrt von
25km haben wir 12.000.000 Lira bezahlt (ca. 9,50 Euro). Passt auf, das der
Fahrer nicht die Nachtpauschale drückt, denn dann ist es gleich doppelt so
teuer!
Lira (ca. 3 Euro) pro Person
mit Getränk kosten. Lasst euch immer erst die Speisekarte mit Preisen zeigen
oder den Preis fürs Essen auf einen Zettel schreiben und bestellt dann. Ist
beides nicht möglich, oder der Preis liegt höher als 4.000.000 Lira, steht auf
und geht. Ansonsten werdet ihr abgezockt!
2-3 fache. Also, vermeidet offen getragene Kameras oder
Rucksäcke. Kurze Hosen oder Minirock zeichnen euch ebenfalls sofort als
potentielles Opfer aus!
Kurz
vor Bursa ereilt uns das Schicksal in Form einer
Reifenpanne!
Die Flanke des linken
Vorderreifens wird von etwas spitzem durchstossen, der
darunterliegende Schlauch bekommt einen Riss und verliert schnell seinen Druck.
Auf einem Schotterplatz an einer der unzähligen Trinkwasserentnahmestellen, die
es an den Strassen der Türkei gibt, wechseln wir innerhalb von 40 Minuten das
Rad und füllen dabei auch gleich noch unsere Frischwasservorräte auf. In Bursa
halten wir an einer der vielen Reifenwerkstätten (hier heissen sie übrigens
„Otolastik“). Der erfahrene Mechaniker löst den Mantel von der Felge,
entnimmt den Schlauch, flickt ihn, setzt ihn wieder ein, zieht den Mantel auf
(das alles natürlich unter freiem Himmel in sengender Mittagshitze) und wir
können nach 30 Minuten und nur 12 Euro Reparaturkosten unsere Fahrt wieder
fortsetzen. Wir erreichen die
Ägäisküste bei Edremit, in
Sichtweite der griechischen Insel Lesbos, die hier
nur durch einen 8 Seemeilen breiten Meeresarm von der türkischen Küste
getrennt ist und biegen ab auf die Küstenstrasse Richtung Süden. In Izmir,
nach Istanbul zweitwichtigste Hafenstadt der Türkei, sammeln wir zwei Anhalter
auf. Hassan
und Sedat studieren in Istanbul und nutzen die Semesterferien für einen Trip
zur Südküste nach Marmaris. Wir überreden die beiden zur
Besichtigung der 50
km von Izmir entfernt liegenden Ausgrabungsstätten von Efes (Ihnen geht’s
genau wie uns, die wichtigen historischen Stätten im eigenen Land kennt man zum
grossteil nicht). Der Eintrittspreis ist schockierend, 12 Euro pro Person! Sedat
und Hassan haben da mehr Glück, mit ihren Studentenausweisen kommen sie umsonst
rein. Wenn
die Eintrittsgelder komplett in weitere Ausgrabungen und Rekonstruktionen
gesteckt würden, wäre es ja noch in Ordnung, aber wir müssen uns von den
beiden Studenten darüber belehren lassen, dass der überwiegende Teil in die
sowieso schon prall gefüllten Taschen hochrangiger Politiker fliessen! Wir
beschliessen, gemeinsam mit Hassan und Sedat bis zur Südküste zu fahren. Nach
einem Zwischenstopp in Kusadasi (Aufstrebender Urlaubsort, viele Touristen,
unzählige
Geschäfte und Boutiquen, viele überteuerte
Restaurants und Bars.
Einziger Lichtblick ist unser Standplatz auf der kleinen vorspringenden
Halbinsel, die dem dunkelgebräunten, stattlichen „Piraten“
gehört, ca. 3 Km südlich des Stadtzentrums) erreichen wir Marmaris am frühen
Nachmittag des folgenden Tages. Die Anfahrt auf diesen Badeort und die ihn
einschliessende Bucht aus dem Küstengebirge heraus ist atemberaubend schön!
Damit
hat sich’s aber auch schon. Laut Ortsschild hat Marmaris 22.500 Einwohner. Die
sind Moment allerdings alle damit beschäftigt, Tabletts zu tragen, Hotelzimmer
zu reinigen, Gold, Lederwaren und jede Menge überflüssiges Zeug an die
Unmengen von Touristen zu verkaufen, die sich hier aufhalten. Eine Million
sollen es pro Saison sein, so dass im Schnitt ca. 100.000 ständig hier sind.
Zum Grossteil Engländer. Muss ich dazu noch was sagen? Es gibt kaum was
schlimmeres als englische Pauschaltouristen, ebenbürtig sind vielleicht noch
deutsche Mallorca-„Ballermann“-Urlauber. Wir fliehen schleunigst über eine
Bergkette auf die westlich der Stadt gelegene grosse Halbinsel und landen nach
20 Km auf einem zwar grossen, aber ruhigen staatlichen Campingplatz. Es tut gut,
sich mit Sedat und Hassan mehrere Tage permanent in Englisch unterhalten zu
müssen, das bringt die eingeschlafenen Kenntnisse wieder auf Vordermann! Wir
setzen die beiden Studenten am 18. Juni (wir wurden gebeten, öfters
Datumsangaben in den Bericht einfliessen zu lassen, um den zeitlichen Ablauf
deutlicher werden zu lassen) im Zentrum von Marmaris ab, nachdem wir uns mit
ihrer Dolmetscher-Hilfe in einer ansässigen
Schneiderei noch eine neue Vordachplane haben nähen lassen. Die beiden
versprechen, für den Rest unserer Reise einen E-Mail Kontakt
aufrechtzuerhalten. Wir beherzigen ihren letzten Tipp und machen uns auf zum
Turtle-Beach bei Dalyan. Der
Name Turtle-Beach
stammt daher, dass in den Sommermonaten die inzwischen fast
ausgestorbenen Karett-Seeschildkröten dort in den Nachtstunden an Land kommen,
um ihre
Eier zu legen. Was leider für uns auch bedeutet, dass wir über Nacht nicht
direkt in dieser traumhaft schönen Bucht stehen bleiben können, da sie
zwischen 20 Uhr und 8 Uhr nicht für Besucher geöffnet ist. In
der Nacht campieren wir also auf einem kleinen Parkplatz vor der von einem
Wächter beaufsichtigten Schranke, um dann morgens mit Maggie an den Strand zu
fahren. Dort treffen wir auf Gudrun und Volker, die mit ihrem zweirädrigen
Einfamilienhaus (Honda Goldwing, mit über 400 kg mächtig schwer)
schon 4 Wochen in der Türkei unterwegs sind. Die beiden sind vor ein paar
Jahren mit Motorrädern auch schon an
der Ostküste Australiens unterwegs
gewesen und können uns so einiges von dem berichten, was uns dort erwartet.
Wir
fahren weiter Richtung Antalya. Böse Zungen behaupten, an der Mittelmeerküste
der Türkei würde sich ein Touristenzentrum an das nächste reihen, die
komplette Küste sei zugebaut mit Hotels und Appartementsiedlungen, nirgendwo
gäbe es mehr ein einsames Stückchen Strand. Alles gelogen! Sollte
euch jemand diese Geschichte auftischen, dann kann er nur als Pauschaltourist in
einer der türkischen Touristenhochburgen abgesetzt worden sein und sich von
dort aus auch nicht besonders weit entfernt haben. Natürlich gibt es hier auch
noch malerische Fischerdörfer und Küstenabschnitte, die der grosse
Urlauberstrom
bis jetzt nicht erreicht hat. Man muss nur bereit sein, die Hauptstrassen zu
verlassen und ein bisschen Zeit bei der Suche zu verbringen! Wir haben so
zwischen Marmaris und Antalya mehrere Stellen gefunden, die einen Aufenthalt
wert waren. Kaum besuchte
Kilometerlange Sandstrände, tiefblaues klares Wasser,
aber immer in engem Kontakt mit der türkischen Tierwelt. Hauptsächlich
Mücken, davon zeugen bei
Marcus und mir im Moment jeweils mehr als 40 Stiche. (Das Bild von der Spinne,
die immerhin 10 cm Durchmesser hat, habe ich übrigens selber aus 20 cm
Entfernung gemacht. Meine Arachnophobie lässt also zum Glück langsam nach, was
für unseren Aufenthalt in Südostasien sicher von Vorteil sein wird)
nicht von
Touristen
überlaufenen Küstenabschnitte finden wir bei Demre/Kale. Lange Sandstrände,
die nur von wenigen türkischen Urlaubern besucht werden. Wir richten uns an
einer schönen Stelle am Strand häuslich ein. Am
Nachmittag des folgenden Tages erscheint eine Gruppe von jungen türkischen
Männern und Frauen. Wie sich später herausstellt, handelt es sich um Studenten
aus der 60 km landeinwärts gelegenen Kleinstadt Elmali und einige Freunde aus
Demre. Während einer
von ihnen sich damit beschäftigt, Holz für ein
Grillfeuer zu sammeln, stecken die übrigen direkt neben uns am Strand ein
Fussballfeld ab und beginnen zu spielen (Die Fussballbegeisterung der Türkei
ist seit dem
Einzug ihrer Mannschaft ins Halbfinale der WM nur noch weiter gestiegen).
Nachdem der Ball einige Male durch unser Vorzelt gerollt ist, werden wir
gefragt, ob wir nicht mitspielen möchten. Na klar! Ich hechele also in der
Hitze der prallen Sonne barfuss durch den tiefen Sand und es gelingt mir sogar,
ein fulminantes Tor für meine Mannschaft zu erzielen. Nach dem Spiel und einem
gemeinsamen abkühlenden Bad im Meer
werden
wir zum Essen am Strand eingeladen, es gibt gegrilltes Tavuk (Hühnchen),
Tomaten, Peperoni und Brot. Genau die richtige Mahlzeit nach einer solchen
Anstrengung. Nach
dem Essen sitzen wir dann bei Maggie zusammen, zeigen Erkan, seiner Freundin
Sehan und ihren Freunden Fotos unserer bisherigen Reise und lassen uns auf der
Karte zeigen, aus welcher Stadt jeder von ihnen stammt und welche Orte auf
unserer weiteren Route für besonders sehenswert gehalten werden (dass acht
Leute gleichzeitig an ihr rumzerren, hat unsere Strassenkarte nur mit einigen
Blessuren überstanden). Erkan schlägt uns vor, gemeinsam nach Elmali zu
fahren. Gesagt, getan! Am nächsten Tag machen es sich sechs unserer neuen
Freunde in Maggies Räumlichkeiten gemütlich und wir fahren zuerst zu einer
ausgedehnten Badepause an den Strand des 25 km entfernt liegenden
Finike.
Danach geht’s landeinwärts durch das küstennahe Gebirge nach
Elmali. Erkan und drei Mitbewohner haben hier eine typische Studentenwohnung, es
ist ein ständiges Kommen und Gehen von Freunden und Bekannten. Nach einem
ausgiebigen Abendessen auf dem Boden des Wohnzimmers werden wir zur ältesten
Moschee und durch die Altstadt geführt.
Cafeteria der Hochschule treffen wir einige ihrer Dozenten und unterhalten
uns angeregt mit ihnen.
dankbar annehmen.
schmutzigen Campingplatz und flüchten am
nächsten morgen, es ist der 25. Juni, ins 70 km entfernt liegende Side, zwar
auch touristisch erschlossen, aber bei weitem ruhiger und entspannter. In
Sichtweite der historischen Ausgrabungsstätten um das grosse, halb zerfallene
römische Amphitheater, finden wir am langen Badestrand der Stadt einen guten
Platz für uns und Maggie. Zwei
Jendarma-Beamte, beauftragt mit der Überwachung des Strandes, die uns am
Nachmittag besuchen, bestätigen uns, dass unser geplanter Aufenthalt von drei
Tagen kein Problem für sie darstellt. Ganz im Gegenteil: Sie informieren ihre
Dienststelle über unsere Anwesenheit, so dass in der Nacht, wenn keine
Patroulliengänge von ihnen durchgeführt werden, auch jemand ein Auge auf uns
hat. Am Abend telefonieren wir mit Erkan in Elmali. Er wird mit einem Freund in
zwei Tagen zu uns stossen, so dass wir gemeinsam in Erkans 460km ostwärts
gelegene Heimatstadt Mersin fahren können.