
4
Wir besuchen die indische Botschaft in Kathmandu. Da wir
erheblich mehr Zeit in Nepal verbringen als vorgesehen und uns bis Ende Januar
in Goa aufhalten wollen, reicht unser derzeit gültiges Indien-Visum, das am
10.Dezember ausläuft, nicht aus. Eine Verlängerung des Visums wird in Indien
nur für 14 Tage gewährt, bringt uns also auch nichts. Wir erkundigen uns bei
einem Botschaftsangestellten, ob es möglich ist, unsere bestehenden Visa zu
canceln und neue mit sechsmonatiger Validität auszustellen Die übliche Vorgehensweise anderer Traveller ist, nach Ablauf des alten Visums
kurzzeitig auszureisen, sich in einem Nachbarland ein neues Visum besorgen und
dann wieder einzureisen; ist von Goa aus aber zu aufwendig). Zu unserer Freude
erklärt uns der Botschaftsbeamte, dass man genauso verfahren wird, wie wir uns
das vorgestellt haben. Wir sollen neue Visa beantragen und bei der Erteilung
werden dann die bestehenden ungültig gemacht. Vorher wird jedoch per
Fax-Anfrage eine Sicherheitsüberprüfung in Deutschland durchgeführt (man will
sich vergewissern
, dass wir nicht per Haftbefehl gesucht werden). Diese Prozedur
muss jeder Visum- Antragsteller in Kathmandu über sich ergehen lassen, und da
es jeden Tag reichlich von ihnen gibt, ist die Schlange vor dem Fax-Clearence
Counter enorm lang. Nachdem wir unsere ausgefüllten
Anfrage-Fax-Formblätter und eine Bearbeitungsgebühr abgegeben haben, bittet
man uns, in vier Tagen frühmorgens wieder zu erscheinen. Falls die Antwort aus
Deutschland positiv ist, werden wir nach Ausfüllen der Antragsformulare am
selben Nachmittag unsere neuen Visa erhalten.
Ein paar Worte zu Kathmandus Taxifahrern: Man steigt in ein
Taxi, nennt sein Fahrziel, der Fahrer wird lächeln, nicken und losfahren. In
der Regel weiss er in diesem Moment noch nicht genau, wo er hin soll. Aber er fährt erst mal in Richtung eines Ortes, der phonetisch ähnlich
dem gewünschten Fahrziel ist. Sollte man selber merken, dass man in die falsche
Himmelsrichtung fährt und fragen, ob er das Fahrziel wirklich kennt, wird er
wiederum nicken, lächeln und einen trotzdem an einen völligst falschen Ort
bringen. Wenn man ihm nun erklärt, dass dies nicht der gewünschte Ort ist,
wird er wieder lächeln, aussteigen und einen Passanten bitten, zwischen ihm und
dem Fahrgast zu vermitteln, danach verständnisvoll nicken, lächeln und auf das
richtige Fahrziel zuzusteuern. Sol
l heissen, es ist angebracht, ihm auf einem
Stadtplan explizit die Stelle zu zeigen, die man ohne Umwege erreichen möchte. Merke: Nepalesen nicken und lächeln immer, auch wenn sie einen nicht
verstehen.
Marcus hat es sich in den Kopf gesetzt, die Reissfestigkeit
nepalesischer Gummiseile zu testen, und zwar in Form eines Bungee-Sprunges von
einer Brücke. Also besuchen wir am Donnerstag, dem 3. Oktober, eine der unzähligen
Travel&Trekking Agenturen in Kathmandu (und weil wir uns wirklich gut
aufgehoben und nicht über den Tisch gezogen gefühlt haben, hier die
Kontakt-Infos: Himalayan Glacier World Treks Ltd. , Thamel, Kathmandu, Tel.
977-1-266596, E-Mail hgwtreks@hons.com.np,
Ansprechpartner Naba Raj Bhattarai). Naba, Tour Operator der Agentur, hat gleich
den richtigen Vorschlag parat. In drei Tagen sollen wir bei
Sonnenaufgang von Kathmandu aus 80 Km weit bis in Sichtweite der tibetischen
Grenze zu einer Schlucht transportiert werden, durch die der wilde Bhote Kosi
River rauscht. Dort geht es für Marcus (beaufsichtigt von einem neuseeländischen
Profi-Bungeeteam) 160 m in die Tiefe, der derzeit tiefste Bungee-Sprung der
Welt! Ich, der ich keine ähnlich gearteten suicidal tendencies habe, hoffe,
dabei ein paar eindrucksvolle Fotos schiessen zu können. Wo wir schon einmal
hier sind, buchen wir bei Naba auch gleich diverse Aktivitäten für unseren
geplanten Chitwan-National-Park Aufenthalt in der nächsten Woche:
Elefanten-Safari, Jungle-Walk (wir hoffen, einen bengalischen Tiger zu sehen,
kann uns aber keiner garantieren), Kanu Tour (Krokodile werden garantiert!) und
Standplatz bei einer Park-Lodge, die „zufällig“ Nabas Bruder gehört. Freitag morgen, 9.30 Uhr, sind wir wieder in der indischen
Botschaft. Glück gehabt, unsere Namen stehen auf den ausgehängten Listen, es
gibt keine Einwände aus Deutschland, uns für weitere 6 Monate einreisen zu
lassen. Wir geben unsere Pässe ab, zahlen 3050 Rupies (40 €) und werden
gebeten, die Pässe mit eingetragenen neuen Visa um 16.30 Uhr wieder abzuholen.
Zeit für ein spätes Frühstück! Es gibt viele schöne, ruhig gelegene
Garten-Cafes im Zentrum, in denen es schon für weniger als 2 € ein
reichhaltiges Frühstück gibt, das selbst unseren Vielfrassbedürfnissen
entspricht. Die Mittagsstunden verbringen wir auf dem Durban-Square, sitzen auf
den obersten Stufen eines der vielen Tempel, unterhalten uns mit einem
arbeitslosen, jungen Nepalesen, der sein täglich Brot mit
dem (natürlich
streng verbotenem) Verkauf von einheimischen Dope und Mariuhana an Touristen
verdient und erfahren viel über die Schattenseiten des Lebens in Nepal. Die
Arbeitslosenquote ist extrem hoch, es gibt viele Schulen, aber keine
Schulpflicht, weshalb viele Kinder arbeiten, um damit zur Ernährung der Familie
beizutragen. Die Politiker und Polizeikräfte sind korrupt
(ich weiss, ein globales Problem), der neue (hier in Nepal wirklich
machthabende) König ist mehr als unbeliebt. Um an diesen Titel zu kommen, hat
er den alten, allseits beliebten König und dessen komplette Familie umbringen
lassen (das ist die inoffizielle Wahrheit, offiziell konnte das mysteriöse
Ableben der alten Königsfamilie nie ganz aufgeklärt werden). Grosse
Millionenbeträge, die aus dem Ausland zur Stützung der nationalen Entwicklung
ins Land fliessen, wandern in die schon prallgefüllten Taschen des Regenten und
einiger Minister. Das Land und seine Bevölkerung haben kein Vertrauen in ihre Führung,
die Probleme mit den Maoisten, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse
auflehnen (auf eine gewalttätige Weise, die natürlich mit nichts zu
rechtfertigen ist) sind hausgemacht und aufgrund der Starrköpfigkeit beider
Parteien für die nahe Zukunft auch unlösbar.
Als wir am Abend durch Thamel
bummeln, passiert uns wieder einer dieser unglaublichen Zufälle, an die wir uns
inzwischen schon gewöhnt haben. An einer Strasseneinmündung hören wir, dass
unsere Namen gerufen werden! Es sind Tobi und Sebastian, die Berliner
Fahrrad-Weltenbummler (von Deutschland nach Australien
www.weit-weit-weg.com ),
denen wir in einer 42°C heissen, subtropisch feuchten Nacht in Dera Ismael
Khan, Pakistan, begegnet waren. 4500 Km weiter und zweieinhalb Monate später
treten wir uns hier, an einer Straßenecke der 500.000 Einwohner-Stadt Katmandu
förmlich auf die Füsse! Unvorstellbar,
aber wahr.
Und natürlich
Grund genug, uns bei eisgekühlten Flaschen San Miguel auf der Dachterrasse
eines der unzähligen Restaurants gegenseitig die Erlebnisse der vergangenen
Zeit zu schildern. Als wir wieder bei Maggie ankommen, herrscht grosser Trubel
im grossen Garten des Verge Inn Leisure Club. Wir hatten schon tagsüber
bemerkt, dass eine Bühne mit Laufsteg aufgebaut wurde. Nun sehen wir, warum. Es
ist die Endausscheidung der Wahl zum „Couple of the year 2002“ der Fashion
Mediea Company, gesponsert vom umsatzstärksten asiatischen Whiskeyproduzenten,
der Destillerie Bagpiper. DIE Gelegenheit, supergestylte
nepalesische Schönheiten
vor die Kamera zu bekommen, zumal dem „deutschen
Fotografen“ natürlich die besten Plätze direkt an der Bühne offeriert
werden.
6. Oktober, 6.15am. Wir sitzen zusammen mit fünfzehn
abenteuerlustigen Israelis/Innen und einem Mitarbeiter des Bungee-Veranstalters
in einem Bus, der uns nach Nordosten, Richtung tibetische Grenze fährt. Die
Strasse wird zunehmend abenteuerlicher (unterspülte, abgesackte Teilstücke,
Landslides ohne Ende), der Busfahrer fährt wie ein Geisteskranker (und
unterscheidet sich somit nicht von seinen übrigen nepalesischen Kollegen). 10 Km vor der grenze und nur 60 Km westlich des Mount Everest
erreichen wir THE LAST RESORT, „Asias ultimate adventure playground“. Die
Bezeichnung ist nicht übertrieben für dieses Gebiet, das Rafting-, Climbing-,
Mountainbiking- und Bungeebegeisterte aus aller Welt anzieht. Jetzt sehen wir
sie, die atemberaubende, schmale, 250m lange Hängebrücke, die die 165m tiefe
Schlucht des Bhote Kosi River. Schon die Überquerung der
Brücke,
in deren Mitte die kleine Absprung-Plattform angeflanscht ist (das wunderschön
gebaute, erst drei Jahre alte Relax-Areal liegt auf der anderen Seite) und der
Blick auf den reissenden, am Grund der sich V-förmig verjüngenden Schlucht
verlaufenden Fluss ist haarsträubend! Die Springer werden gewogen, vom
Bungee-Staff in die strikten Verhaltensregeln eingewiesen, und um 13.15 Uhr
steht Marcus auf der nur einen Quadratmeter grossen Absprungplattform, noch wird
er gehalten vom bärtigen, amerikanischen Jump-Coordinator, der ihm letzte
Anweisungen gibt, dann zurücktritt, und den Countdown zählt. Five, four, three, two, one, JUMP!!! Wie
ein Adler, mit gespreizten Armen und
einem leisen “Scheisse!” auf den
Lippen, stösst sich Marcus von der Plattform ab. Dreieinhalb
Sekunden freier, ungebremster Fall. Der menschliche Körper beschleunigt
in dieser Zeit auf 120 Km/h, dann setzt die Bremswirkung des Bungeeseiles
ein, verzögert den Fall, der (aus Sicherheitsgründen) einige Meter über der
Wasseroberfläche im Point of return endet. Der Körper des Springers wird
wieder hochkatapultiert, beim erste Mal fast 100m, pendelt nach 60 Sekunden aus,
bevor man ihn nach unten
ablässt, wo ihn zwei Helfer in Empfang nehmen. Dann
folgt der steile, beschwerliche Aufstieg über ausgetretene Pfade und glitschige
Stufen bis nach oben. „Geil wars!“ sagt Marcus und würde am liebsten gleich
noch einmal springen. Nach vierstündiger Rückfahrt kommen wir in der Dunkelheit
wieder in Kathmandu an. Hatte ich erwähnt, dass unser Busfahrer geisteskrank
ist? Erschwerend kommt übrigens noch seine Nachtblindheit hinzu. Es wird Zeit, Kathmandu zu verlassen.
Frühmorgens brechen
wir auf, um unser Ziel Sauraha, gelegen am nördlichen Rand des Royal Chitwan
Nationalpark, am selben Tag zu erreichen. Wir fahren westwärts bis Muggling und
biegen dort nach Süden ab. Die Strasse wird schmaler, folgt hoch am Hang
gelegen einem Flusslauf. Das LKW-Aufkommen ist hoch, die Strecke an vielen
Stellen durch Unfälle verstopft.
Trotzdem schaffen wir es,
Sauraha gegen 16 Uhr zu erreichen. In diesem Ort, der nur durch einen breiten,
brückenlosen Fluss vom Nationalpark getrennt ist, findet man eine grosse Anzahl
von privat geführten Lodges, von denen aus man zu den unterschiedlichsten
Exkursionen in den Nationalpark starten kann. Wir können mit Maggie im Garten
des Chitwan Park Cottage stehen, haben schon von Kathmandu aus Vollverpflegung
gebucht (drei üppige Mahlzeiten am Tag, wärmstens zu empfehlen!), da unser
geplantes Programm tagesfüllend ist und keine Zeit lässt, selbst zu kochen.
Schon kurz nach unserem Eintreffen brechen wir mit unserem Guide Sarut Khanal,
der uns während des Aufenthaltes begleiten wird, zu einem ersten abendlichen
Rundgang durch die nähere Umgebung auf. Sarut ist im Park geboren, lebt seitdem
dort und ist ein ungemein sachkundiger und
erfahrener Führer, dem wir ohne
Bedenken unsere Sicherheit anvertrauen. Schon nach wenigen
Kilometern stossen wir auf die ersten der sechzig hier beheimateten
Arbeitselefanten, die einerseits dazu eingesetzt werden, grosse Mengen Gras zur
Fütterung der Wasserbüffel in Sauhara aus dem Park durch den Fluss
heranzuschaffen, andererseits tragen sie Besucher auf Safaris durch den Park. Es
sind die ersten Elefanten, die wir ausserhalb eines Zoos zu Gesicht bekommen;
Scheint für manchen nichts Besonderes zu sein, ist aber trotzdem ein
wunderbares Gefühl, diesen sanften Riesen mit den intelligenten Augen so nahe
kommen zu können. Den 930 qkm grosse Chitwan National Park gibt es seit Beginn
der siebziger Jahre, vorher war er das Jagdrevier der nepalesischen Königsfamilie
und deren ausländischer Besucher. Seit das Areal von der UNESCO als schützenswertes
Naturgebiet deklariert wurde, hat sich die Anzahl der in ihm
lebenden Wildtiere
vervielfacht. So leben dort heute mehr als 600 Nashörner und
ca. 150 bengalische Tiger.
Sarut weist uns in die Bekleidungsempfehlungen des Parks ein.
Keine Hosen und Shirts in grellen Farben. Seine Erklärung: „ If we meet a rhino (Nashorn) family, baby-rhino
will see the colours and come to play with you. In this case, rhino-mom will
come to kill you!” Klingt einleuchtend, zumal asiatische Nashörner mehr als
zwei Tonnen schwer und über 40 Km/h schnell werden können. Bei untergehender
Sonne sitzen wir am Ufer des Flusses und blicken in das Dschungeldickicht des
Parks auf der anderen Seite, über dem gerade leuchtend der Abendstern
aufgegangen ist. Alle Geräusche um uns herum sind natürlichen Ursprungs, das
Rauschen des Flusses, das laute Schnauben der Elefanten und die Stimmen der über
500 hier beheimateten Vogelarten. Eine wundervolle Stimmung!
Der nächste Tag beginnt früh. Aufstehen um 5.30 Uhr, nach
dem kräftigenden Frühstück werden wir mit einem Holzkanu mehrere Kilometer
flussabwärts gefahren und betreten dort den Nationalpark, der fast
ausschliesslich aus Feuchtgebieten und Regenwalddschungel besteht.
Auf dem Weg bemerken wir ein träges Krokodil, das nicht weit von uns
auf einer Sandbank liegt. Die heimischen Süsswasserkrokodile werden bis zu
sechs Meter lang, sind aber relativ ungefährlich, solange man sie nicht reizt.
Sarut gibt uns einige Sicherheitshinweise. Sollten wir einem schlechtgelaunten
Nashorn begegnen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Auf einen Baum klettern, oder
im Zick-Zack-Lauf zu flüchten versuchen, dabei möglichst viele Gegenstände
von sich werfen, die das Nashorn
ablenken könnten.
Wenn wir
face to face einem Tiger gegenüberstehen (bengalische Tiger haben ein Stockmass
von einem Meter und werden von Nase bis Schwanzende 3,5 m lang, ganz schön
beeindruckend!), sollen wir diesem fest in die Augen schauen, langsam einen
Schritt vorwärts, dann zwei Schritte zurück usw. machen. Wir versprechen, dies
bei passender Gelegenheit auszuprobieren! Zu Fuss dringen wir in den Dschungel ein, laufen einige
Stunden auf Wildpfaden und durch meterhohes Gras. Sarut folgt den Spuren von
Nashörnern, führt
uns zu Wasserstellen, aber wir haben Pech, bis auf einige
Affen bekommen wir keine Wildtiere zu sehen. Im feuchten
Boden neben einem Bachlauf finden wir frische Tigerspuren, aber da diese Tiere
trotz ihrer unglaublichen Kraft und Überlegenheit sehr scheu sind, hatte uns
Sarut schon vorher erklärt, dass die Chancen eher klein sind, einen von ihnen
zu Gesicht bekommen. Trotzdem sind wir guter Dinge, als wir wieder beim Park
Cottage eintreffen. Allein der Marsch durch den dichten Dschungel auf
Spurensuche war beeindruckend genug.
Unsere nächste Exkursion in den Park erleben wir auf dem Rücken
eines Elefanten. Man sitzt auf einer kleinen Plattform, die auf dem grauen
Riesen befestigt ist, hält sich an einer Holzreling fest, lässt die Beine an
der Seite herunterbaumeln und versucht, sich auf den Takt des gemächlichen
Schaukelns einzustellen (manch einer soll dabei schon seekrank geworden sein). Der Mahut (Elefantenführer) sitzt auf dem Nacken des Elefanten und
steuert ihn mit einem Bambusstock, seinen Füssen und gesprochenen Befehlen,
denen das friedfertige Tier bedingungslos folgt. Wir durchqueren mit mehreren
„besetzten“ Elefanten den Fluss und dringen tief in den Dschungel ein.
Diesmal haben wir mehr Glück! Gleich dreimal treffen wir auf jeweils zwei Nashörner
und können
die eindrucksvollen Tiere, die sich von den Elefanten nicht aus der
Ruhe bringen lassen, aus nächster Nähe und sicherer Höhe in aller Ruhe
bestaunen. Zufrieden kehren wir in der Abenddämmerung auf
unserem schaukelnden Reisegefährt wieder zurück, auch wenn die Gesässmuskulatur
arg strapaziert ist.
Kurz nach dem Sonnenaufgang am nächste Morgen sind wir
wieder unterwegs, bewaffnet mit Ferngläsern, denn Sahut will uns einige der
vielen hier nistenden Vogelarten zeigen. Wir bekommen einiges zu sehen: Adler,
Pfauen, Königsfischer und viele Arten mehr. Sahut sieht sie meist mit blossem
Auge, wir müssen Oft die Ferngläser zu Hilfe nehmen. Die Sehkraft unseres
Guides ist unglaublich, ausserdem kann er fast jede Vogelstimme nachahmen.
Der Besuch des Royal Chitwan Nartionalparks darf eigentlich
bei einem Nepal-Aufenthalt nicht fehlen. Das familiäre Chitwan Park Cottage (E-mail
Kontakt rskhanal@hotmail.com
) ist eine echte Empfehlung und Guide Sarut Khanal einer der kompetentesten Führer,
den man für Safaris bekommen kann!
Unser sechswöchiger Aufenthalt in Nepal
(der eigentlich nur für zwei Wochen geplant war, aber das Land mit seiner
Naturvielfalt und Freundlichkeit hat uns einfach in seinen Bann gezogen) nähert
sich seinem Ende. Vom Nationalpark fahren wir knapp 200 Km durch das
nepalesische Tiefland mit seiner üppigen Vegetation, bekommen im geschäftigen
Grenzort Belahiya unsere Custom-Clearence und Ausreisestempel und verlassen
schweren Herzens das gastfreundliche Nepal.