Indien the last

Da Kunst- und Handarbeitsartikel hier in Indien günstig einzukaufen sind, überlegen wir, ob wir nicht eine grosse Menge erstehen und dann mit dickem Profit in Australien auf Märkten wieder verkaufen sollen. Unsere Wahl fällt auf Silberschmuck, da er bei der Einkaufssumme, die uns vorschwebt, das geringste Volumen einnimmt. Auf dem Flea-Market in Anjuna gibt es einen Bereich, in dem nur tibetanische Händler (Exiltibeter, die hauptsächlich in Nepal beheimatet sind) ihren Silberschmuck anbieten. Die Fertigungsqualität des Schmuckes und der Reinheitsgrad des Silbers (Sterling 925) sind erheblich besser als bei ihren indischen Kollegen. Ausserdem muss man sie nicht von einem vierfach überhöhten Preis mühselig und zeitraubend herunterhandeln. Wir lassen uns von den Händlern Angebote über die Gramm-Preise der unterschiedlichen Schmuck-Gruppen machen. Das beste erhalten wir von der jungen Tibeterin Kesang Lhano, die wir tags darauf in ihrem festen Shop in Calangute (die Wintersaison verbringt sie in Goa, den Sommer in Nepal), 15 Km südlich von Vagator, besuchen. Dann wird eingekauft! Necklaces (Halsketten), Braceletes (Armbänder), Bangles (Armreifen), Pendants (Anhänger) und Ringe, insgesamt ca. 9 Kilo Silber zu einem Preis, für den man hier in Indien zwei neue Hero-Honda Motorräder kaufen könnte. Das Ganze wollen wir natürlich nicht schmuggeln, sondern hochoffiziell in Australien einführen und verzollen. Die zu erzielende Gewinnspanne ist unserer Meinung nach trotzdem erheblich, da wir den Schmuck für weniger als 30% des üblichen Marktwertes in Europa einkaufen. In ein paar Wochen werden wir wissen, ob wir den richtigen Riecher hatten. Vor einigen Monaten hatten wir eine E-Mail des Webmasters der Schweizer Traveller Tanja und Yves (www.overlander.ch) bekommen, in der er uns schrieb, dass die beiden auf einer ähnlichen Route unterwegs sind wie wir. An einer Strasse in Anjuna sehen wir den geparkten Toyota Landcruiser des Schweizer Pärchens, klemmen eine Nachricht mit Beschreibung unseres Standplatzes in Vagator hinter den Scheibenwischer und schon am selben Abend tauchen die Zwei auf den Klippen über Little Vagator Beach auf. Ist schon komisch, dass man sich über ein Zusammentreffen mit Leuten, die man noch nie zuvor gesehen hat, derartig freuen kann. Aber so ist halt das Travellerleben! Auch Tanja und Yves wussten, dass wir in Asien unterwegs sind, hatten häufig unsere Homepage aufgesucht und freuen sich darüber, uns endlich livehaftig zu begegnen.(BILD I11.2) Eigentlich wollen sie nur einen Tag hier verbringen, erliegen aber dem Reiz von Vagator und beschliessen, länger hier zu bleiben, um von den nahegelegenen Net-Cafes aus ihre geplante Verschiffung (vielleicht erst nach Thailand, eventuell aber sofort nach Australien) zu arrangieren. Zwei Dauergäste und Nachbarn habe ich übrigens völlig unterschlagen. Seit Mitte Dezember stehen Dani und Peter aus Traunstein mit ihrem Mercedes 207 (wir hatten die beiden schon einmal kurz in Islamabad/Pakistan getroffen) nur fünfzig Meter entfernt von uns. Ihr Aufenthalt in Goa dient nicht Reise- oder Erholungszwecken, sondern hat kommerziellen Hintergrund. Die zwei und ihr Fahrzeug bilden zusammen das rollende „Lard Yao Tattoo“-Studio (www.lardyao-tattoo.de) und stehen seit mehreren Jahren in der Saison in Goa. Peter tätowiert im „Thai-Style“, das bedeutet, er benutzt nicht wie üblich Maschinen, sondern arbeitet manuell mit Nadeln an einem Holzstab. Nur ganz wenige nicht asiatische Thai-Style Tätowierer werden von asiatischen Profis dieses Handwerkes anerkannt. Peter ist einer davon. Die Arbeiten, die wir bewundern können, sind phantastisch ausgeführt, was auch der Grund dafür ist, das die beiden ständig zu tun haben. Eine Thai-Style Tätowierung dauert zwar etwas länger als eine herkömmliche, hat aber den Vorteil, dass man sie sofort Sonne und Wasser aussetzen kann. Am 9. Februar werden wir morgens gegen sieben Uhr von Lärm und lauten Stimmen geweckt. Ein Blick aus dem Fenster offenbart den Grund: Eine komplette Bollywood-Filmcrew (ca. 60 Personen) hat sich neben uns niedergelassen, baut Schienen und Kamera-Kran auf, um Aufnahmen zu machen. Wir hatten schon vorher gehört, dass speziell Vagator eine beliebte Location für Aussenaufnahmen der Bollywood-Studios ist. „Bollywood“ ist der Name der hauptsächlich in Bombay beheimateten indischen Filmindustrie. Die dort produzierten Movies (auch bekannt als Masala-Filme) folgen fast alle dem gleichen kuriosen Rezept: Melodramatik, Action, Romanzen, eine Prise Moral, Musik und Tanz. Ja, richtig gelesen, ein indischer Kinofilm beinhaltet zwingend Gesangs- und Tanzeinlagen! Inzwischen können sich Bollywood-Produktionen, die nach indischen Masstäben mit bis zu 3 Millionen US$ recht teuer sind (klingt erst mal wenig, relativiert sich aber, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel die Lohnkosten für die Filmcrew hier weniger als 10% dessen betragen, was westliche Studios ausgeben müssen), qualitativ durchaus mit westlichen Kinofilmen messen. Heute also sollen auf den Klippen direkt vor Maggie Gesangs- und Tanzszenen eines neuen Bollywood-Streifens gedreht werden. Hauptdarstellerin ist Gadja (ich hoffe, ich habe ihren Namen richtig geschrieben), aufgehender neuer Stern am indischen Kino-Himmel. In Maggies Schatten wird Gadja für die einzelnen Takes von Maskenbildnern und einem Coiffeur aufnahmebereit gemacht. Ein halbes Dutzend verschiedener Aufnahmen werden gedreht, jeder Take 10-20 mal wiederholt, harte Arbeit in der heissen Sonne Goas, aber man darf nicht vergessen, dass im Moment indischer Winter ist, die Temperaturen für die Einheimischen also eher moderat bis kühl sind und somit keine grossen Mengen Schweiss fliessen. Gadja, zu Gast in unserem „Wohnzimmer“, sieht sich nach Abschluss des Drehs die vielen Fotos, die wir von der Aktion gemacht und sofort auf den Laptop übertragen haben, unter Zeitdruck im Schnelldurchlauf an. Knapp 30 Minuten nach dem Ende der Aufnahmen sind alle Gerätschaften wieder eingepackt, das Drehteam abgefahren und in Vagator kehrt wieder Ruhe und Frieden ein. Donnerstag, 13.02.2003 :Es ist der Tag an dem wir Goa endgültig Lebewohl sagen müssen, da es an der Zeit ist, nach Bombay zu fahren, um alles Notwendige für unsere Verschiffung nach Australien, die für den 21. Februar geplant ist, vorzubereiten. Um zehn Uhr ist alles verstaut und Maggie reisefertig. Wir verabschieden uns von unseren Nachbarn. Tanja und Yves werden wir voraussichtlich in ein paar Monaten irgendwo in Australien wiedersehen, Micha überlegt, seinen Truck in zwei oder drei Monaten in Nepal zu „parken“, nach Australien zu fliegen und uns einige Zeit zu begleiten. Es fällt uns nicht leicht, Vagator und alle unsere Bekannten zu verlassen. In der langen Zeit unseres Aufenthaltes ist es fast schon zu einer Art „Zuhause“ geworden. Auf der anderen Seite wurde der Reiz immer grösser, ein neues Land zu entdecken, also wird es ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die 650 Km lange Strecke bis Bombay auf der schmalen, kurvigen, aber dafür nicht so stark befahrenen NH 17, wollen wir in zwei Tagen hinter uns bringen, schaffen am ersten sogar gute 400 Km und übernachten auf dem Platz vor einem kleinen Hotel mit erstaunlich guter indischer Küche. Da wir schon früh am nächsten Tag abschätzen können, dass wir die Randgebiete Bombays gegen 16 Uhr erreichen werden, kontaktieren wir gegen Mittag telefonisch unseren Shipping-Agenten Mr. Irani (dieser Name wird von nun an häufiger auftauchen. Wir vermuten, dass „Irani“ das indische Wort für Durcheinander, Verwirrung und Märchen ist). Im Verlauf dieses Telefonates erfahren wir die ersten schlechten Neuigkeiten (war auch nicht anders zu erwarten, wir befinden uns schliesslich in Indien, dem Land, in dem fast nichts so gut ist, wie es scheint). Die Frachtrate für Maggie hat sich um sage und schreibe 1065 US$ erhöht. Begründung: Der drohende Krieg, den die USA, oder besser gesagt der machtkranke und erdölgierige Cowboy und selbsternannte oberste Weltpolizist Bush, auf Teufel komm raus gegen den Irak anzetteln will. Na prima, wir sind wirklich begeistert! Mr. Irani schlägt als Treffpunkt für klärende Gespräche den Bahnhof von Vashi vor, einem Stadtteil Bombays, 45 Km vor dem eigentlichen Zentrum gelegen. Wir erreichen unser Ziel, einen gigantischen, erst drei Jahre alten Bahnhofskomplex, wie angekündigt gegen 16 Uhr. Mr. Irani verspätet sich um zwei Stunden. Zwei Mal müssen wir ihn von einem Telefon-Shop aus anrufen, beide Male ist er „schon unterwegs“ und „there soon“. Schliesslich kommt er wirklich, ca. 45 Jahre alt, Baseballkappe, gut gelaunt. Sind wir, aus gegebenem Anlass, im Moment eher nicht. Das ändert sich auch nicht im Lauf des folgenden Gespräches. Im Gegenteil. Mr. Irani meint, ich müsse ihn am Telefon falsch verstanden haben, die Frachtrate habe sich nicht um 1065 US$, sondern um 1650 US$ erhöht. Wir sollen nicht sauer auf ihn sein, er könne nichts dafür, habe es auch erst vor zwei Tagen erfahren und schon versucht, uns per E-Mail zu informieren. Am folgenden Vormittag will er uns zu der Agentur bringen, die die japanische Shippingline, die für die Erhöhung des Preises verantwortlich ist, in Bombay vertritt. Dann legt er die von uns vor sechs Wochen geleistete Anzahlung von 1500 € auf den Tisch, die wir solange wieder an uns nehmen sollen, bis wir die Preisfrage mit der Shippingline geklärt haben. Zumindest das werten wir als Zeichen seiner Ehrlichkeit. Diese Nacht sollen wir am Bahnhof von Vashi stehen bleiben, am nächsten Morgen will er uns abholen und zu einem sicheren Standplatz, nur 15 Km entfernt vom Zentrum führen. Wir verbringen den ersten Teil der Nacht in der angenehmen Gesellschaft einiger indischer Taxifahrer, den zweiten in der eher unangenehmen von 500 Mücken, die einen Weg ins Innere von Maggie gefunden haben und uns gnadenlos zerstechen. Natürlich ist Mr. Irani nicht, wie verabredet, gegen 7 Uhr morgens bei uns. Es wird also nichts mit dem stressfreien Reinrutschen in die 16 Millionen Metropole vor Einsetzen des üblichen Samstagverkehrs. Um genau zu sein, Mr. Irani kommt überhaupt nicht. Als ich ihn nach einstündiger Wartezeit über sein Cellphone erreiche, bittet er uns (natürlich ohne ein Wort der Entschuldigung, Zuverlässigkeit ist einfach nicht sein Ding) ihm auf dem Expressway Richtung Bombay-Zentrum entgegenzukommen und an einer vereinbarten Stelle nach knapp 10 Km auf ihn zu warten. Was wir auch tun. Wieder eine Stunde lang. Ein erneuter Anruf bei ihm gibt Aufklärung: Zuviel Verkehr auf der Strecke (war um diese Uhrzeit auch nicht anders zu erwarten), aber er sei gleich da. „Gleich“ nach einer weiteren halben Stunde taucht er dann wirklich auf, auf einem Motorroller. Hektische Handzeichen bedeuten uns, ihm zu folgen. Es wird eine 15 Km Verfolgungsfahrt durch den typischen Bombay-traffic-overkill. Mr. Irani wechselt mit seinem Motorroller die Spuren, was das Zeug hält. Kein Problem, sein Fahrzeug ist wendig. Maggie nicht. Aber da sich Marcus beim Fahren auf indischen Strassen inzwischen eine gewisse Brutalität zu eigen gemacht hat (10 Tonnen Kampfgewicht, ein massiver Kuhfänger und eine amerikanische Druckluftfanfare sind überzeugende Argumente) erreichen wir 45 Minuten später die „Don Bosco“-High School, unser Ziel im Stadtteil Matunga. Don Bosco ist mit ca. 3000 Schülern (nur Jungen) die grösste katholische High-School Bombays, offensichtlich den Sprösslingen betuchter Eltern vorbehalten und besteht aus einem knappen Dutzend grosser Gebäude sowie einem gewaltigen Gotteshaus, die auf einem weitläufigen Areal verteilt sind. Rektor Father de´Souza gibt uns die Erlaubnis, Maggie für die Zeit bis zur Verschiffung hinter dem Verwaltungsgebäude zu parken. Da das Gebäude und seine Zufahrten von einer privaten Wachmannschaft beaufsichtigt werden, können wir Maggie bei unseren Unternehmungen im 15 Km entfernten Zentrum getrost allein lassen. Mr. Irani verschwindet für kurze Zeit, tauscht Motorrad gegen klapprigen Kleinwagen und auf geht’s zur hiesigen Agentur der japanischen Shippingline im Stadtteil Colaba, dem Dreh-, Angel- und touristischen Hauptanziehungspunkt dieses urbanen Molochs. Der Chef der Agentur, ein kompetenter, vertrauenerweckender Sikh, bringt endlich Licht ins von Mr. Irani geschaffene chaotische Dunkel. Die Verschiffung soll auf einer RoRo-Fähre erfolgen, die von Bombay aus indische Tata-Busse nach Colombo, Sri Lanka, und Maruti-Suzuki PKW (Neufahrzeuge aus indischer Produktion) nach Japan bringt. In Tokyo soll Maggie auf eine andere Fähre der „Kawasaki-Line“ umgeladen werden, um sich zusammen mit 2000 japanischen Exportfahrzeugen auf den langen Weg nach Sydney zu machen. Jetzt kommt der wirklich interessante Teil der Geschichte: Von Anfang an lagen die Frachtkosten, die man Mr. Irani auf Anfrage mitgeteilt hatte, bei 4600 US$ ! Keine Rede von 2050 US$, die sich auf Grund des drohenden Golfkrieges auf 3800 US$ erhöht haben. 4600 US$ sind natürlich ein gewaltiger Schlag ins Kontor, besonders, wenn man an die ganzen von Mr. Irani in seinem ersten Angebot aufgeführten zusätzlichen Kosten wie Handling, Lashing etc. denkt. Zu unserem Erstaunen erfahren wir, dass die genannte Frachtrate (wie bei RoRo- Verschiffungen scheinbar üblich) ein all inclusive Preis sind. Die einzigen Kosten, die noch dazukommen, sind: Hafengebühren und Versicherung (jeweils ca. 80 US$), einige Verwaltungskosten (100 US$) sowie das Salär für unseren Agenten Mr. Irani (400 US$). Der sitzt übrigens kleinlaut in einem Sessel und versucht uns davon zu überzeugen, dass bis jetzt alles nur eine unglückliche Anhäufung von Missverständnissen gewesen sei. Interessante Definition der bisherigen Geschehnisse. Wir erbitten Bedenkzeit bis zum kommenden Montag, da es ausser den um ca. 50% höher als erwarteten Kosten noch einen kleinen Wermutstropfen gibt. Die Weiterverschiffung von Tokyo nach Sydney kann nicht als sofort durchführbar garantiert werden. Da die RoRo´s eigentlich nur PKW bzw. einige Schwerfahrzeuge mit einer maximalen Höhe von 2,80 m transportieren, kann Maggie nur dann von Tokyo aus weiterverschifft werden, wenn eine RoRo-Fähre abgeht, auf der sich eine komplette Deck-Sektion auf mindestens 3,50 m erhöhen lässt, was nutzbare Ladefläche kostet und sowieso nur bei einigen RoRo´s der Linie (wie z.B. der, die zwischen Bombay, Tokyo und Kuwait pendelt) technisch möglich ist. Soll bedeuten, dass es zu einer Verzögerung kommen kann, da nur einmal pro Woche eine Fähre Richtung Sydney ausläuft. Wir sollen mit bis zu drei Wochen rechnen, genauere Angaben wird uns die K-Line aber innerhalb der nächsten Woche zukommen lassen. Mr. Irani wird in den nächsten beiden Tagen versuchen, Preise für Transportalternativen herauszubekommen (Platform-Shipping auf einem Containerschiff / RoRo-Shipping bis Colombo, Sri Lanka, von dort aus weiter per Platform). Dies übrigens auf nachdrückliches Anraten des Chefs der K-Line Agentur: „Irani, das sind ihre Kunden! Tun sie ihren gottverdammten Job als Agent und machen sich auf die Suche nach eventuellen preiswerteren Lösungen!“ Recht hat er. Mit einem Taxi fahren wir zurück zur Don Bosco Highschool. Taxis fahren in Bombay übrigens IMMER mit eingeschaltetem Taxameter (angebracht aussen auf dem linken Kotflügel, altertümlich  mechanisch mit Zahlenwalzen, aber geeicht und verplombt). Dieser zeigt zwar einen Rupie-Betrag an, dies ist aber nicht der Fahrpreis. Der wird auf Grund der hohen Inflationsrate aus einer Tabelle abgelesen, die ungefähr einmal monatlich durch eine aktuelle ersetzt wird. Man sollte sich auf jeden Fall vom Fahrer diese Tabelle geben lassen, um selber den Preis abzulesen, ansonsten droht Beschiss. So will unser Taxifahrer am Ende der Tour 350 Rupien von uns, ein Blick in die Tabelle zeigt jedoch, dass 160 Rupien der korrekte Betrag ist. Wir erklären dem aufgebrachten Fahrer, dass heute nicht sein Glückstag ist. Da er versucht hat, uns übel abzuzocken, geht er nun gänzlich leer aus. Vielleicht erkennt er die Moral der Geschichte. Wahrscheinlich aber nicht. Am folgenden Morgen (es ist Samstag, der 16.02) ist Mr. Irani wieder bei uns, diesmal erstaunlicherweise pünktlich. Er bringt uns und Maggie zu einer 8 Km entfernten Tankstelle, die über einen LKW-Waschplatz verfügt. Die harten australischen Quarantäne-Vorschriften zwingen uns zu einer mehr als gründlichen Reinigung. Die Wohnkabine hatten wir schon in Goa von innen auf Hochglanz gebracht, so dass es heute nur noch um die Aussenseite geht. Theoretisch darf kein Klümpchen Dreck an einem Fahrzeug kleben, das nach Australien eingeführt werden soll. Die prüfenden Quarantäneinspektoren wollen (verständlicherweise) verhindern, dass Schädlinge (Grössenordnung: Bakterie bis Insekt) auf den Kontinent gelangen, die es dort noch nicht gibt, bzw. die dort inzwischen ausgerottet sind. Also wird Maggie mittels eines Hochdruckstrahlers von allen Seiten gereinigt. Besonders von unten, da überall am Fahrwerk eine Mischung aus Dreck, Ölen und Fetten klebt. Nach fünf Stunden ist die Sache, so gut es irgendwie möglich ist, erledigt und es geht zurück zur Don Bosco. Den Abend wollen wir eigentlich ruhig verbringen und nur die Füsse hochlegen. Daraus wird nichts, aber im nachhinein muss ich sagen: Glücklicherweise! Um 17 Uhr steht unerwartet wieder Mr. Irani vor der Tür. Er erzählt uns, dass heute ein ganz besonderer Tag für die Don Bosco Highschool ist, der immer mit grossem Tamtam gefeierte Jahrestag (auch Mr. Iranis 12 jähriger Sohn ist übrigens Schüler dieser Einrichtung). Father Rektor würde sich freuen, uns als Gäste bei der heute stattfindenden Galaveranstaltung begrüssen zu können. Die Höflichkeit gebietet uns natürlich zuzusagen, auch wenn wir einen langweiligen Abend mit typisch schlecht choreographierten Schülertanzgruppen erwarten. Doch wir haben uns getäuscht. Ein grosser Platz zwischen den Schulgebäuden ist für ca. 3000 Personen bestuhlt (kaum ein Platz ist unbesetzt), eine 70 m breite und 16 m tiefe Bühne ist aufgebaut, die Rückseite der Bühne (ein 16 m hohes Gebäude) ist mit einer einteiligen (!) gelben Stoffbahn abgehängt, Teile der Kulissen bestehen aus Stoffbehängten Gerüsttürmen, die Hochhäuser darstellen. Ebenfalls an hohen Gerüsttürmen bzw. an den Gebäuden, die den Zuschauerraum begrenzen, ist eine professionelle Beleuchtungsanlage installiert. Auch das Beschallungssystem ist üppig dimensioniert und entspricht westlichem Standard. Der Abend beginnt mit einigen für diese Art von Veranstaltungen üblichen Reden, Ansprachen, Danksagungen und Ehrungen (das komplette Programm wird genau wie der komplette Schulbetrieb in englischer Sprache absolviert). Nach diesen für uns eher langweiligen eineinhalb Stunden (wir sitzen übrigens in der zweiten Reihe mittig vor der Bühne) folgt etwas, das wir uns in dieser Form niemals hätten vorstellen können. Wir sehen das von Lehrern und Schülern inszenierte Broadway-Musical „Grease 2“. Unglaublich professionell. Und gigantisch: Insgesamt sind im verlauf des Musicals 600 schauspielende Schüler auf der Bühne, teilweise bis zu 400 gleichzeitig. Weitere 400 Schüler sind unsichtbar vor und hinter der Bühne tätig. Im Lauf der Show fahren mehrmals zehn Motorräder sowie ein PKW über die Bühne. Die Choreographie der grossen und kleinen Tanzszenen ist perfekt, die Gesangsparts sind live. Die mehr als 800 aufwendigen Kostüme sind von einer Gruppe Eltern und Lehrer eigens für diese Veranstaltung angefertigt worden. Es ist atemberaubend! Und jetzt der Knüller: Don Bosco ist wie erwähnt eine reine Jungen-Schule, was bedeutet, dass die 300 weiblichen Haupt- und Nebenrollen ebenfalls von Jungen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren gespielt werden. Nach zwei Stunden endet das Spektakel in einem Riesenfinale. Wir sind total begeistert und absolut sicher, etwas miterlebt zu haben, was eine deutsche Schule in dieser Form sicher niemals auf die Beine stellen könnte. Am Montag morgen gibt es wieder Besuch von Mr. Irani. Er hatte keinen Erfolg bei der Suche nach einer preiswerteren Lösung des Problems, Maggie nach Australien zu schaffen. Er weist noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass eine RoRo-Verschiffung auf jeden Fall die sicherste Lösung ist (keine Kranverladung / Maggie ist nicht wochenlang Wind, Wetter und Salzwasser ausgesetzt). Da es keine  Alternativen gibt, willigen wir ein, die RoRo-Lösung zu akzeptieren und beauftragen ihn mit der Abwicklung aller Vorgänge. Die Fähre soll in der Nacht vom 21. auf den 22. im JNPT Neeva Sheva Port im Norden Bombays einlaufen und zehn Stunden später den Hafen beladen wieder verlassen. Mr. Irani erzählt uns ausserdem, dass ein weiteres deutsches Ehepaar sein Fahrzeug auf demselben Schiff wie wir transportieren wird, allerdings mit Endziel Neuseeland. Es sind Rieke und Uli Riedel, mit denen wir schon mehrfach E-Mail Kontakt hatten und die uns die Telefonnummer des Shippingagenten Mr. Irani übermittelt hatten. Heute oder am morgigen Dienstag werden sie in Bombay eintreffen und wollen ihr Fahrzeug, ein Bremach-Expeditionsmobil, an der Promenade vor Bombays Luxushotel Nummer eins, dem Taj, für die Tage bis zur Verschiffung parken. Da Marcus und ich heute nichts zwingendes zu tun haben, fahren wir mit dem Taxi nach Colaba und schauen, ob Rieke und Uli schon auf dem Parkplatz entlang der Promenade stehen, aber noch sind sie nicht zu entdecken. Da wir nun schon einmal hier im touristischen Zentrum Bombays sind, erledigen wir zwei nicht unwichtige Angelegenheiten. Zum einen gilt es, ein preiswertes Hotel zu finden, um für die Tage vom Abliefern Maggie´s im Hafen bis zu unserem Abflug nach Australien unterzukommen. Danach müssen wir genau diese Flüge buchen. Zum Glück gibt es ausser dem teuren Taj und den übrigen Luxus-Herbergen eine Menge anderer Hotels, die auch für uns bezahlbar sind, wenn man auch für die wirklich günstigen Hotels nicht bekannte europäische Masstäbe anlegen kann. Die Zimmer der wirklich billigen Hotels, die wir uns anschauen, sind teilweise abstossend schmutzig, haben Wände aus dünnen Spanplatten und sind selbst für uns nicht akzeptabel. Ein annehmbares Preis/Leistungsverhältnis finden wir schliesslich im „Apollo Guest House“ (hotelapollogh@hotmail.com) mit 850 Rupies (17€) pro Nacht für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Klimaanlage und TV, dass wir ab dem 20.02. reservieren. Ein paar Meter weiter fragen wir bei „Venture Travel Services“ (airventure@vsnl.com) nach der günstigsten Möglichkeit, am 25.02. one-way von Bombay nach Melbourne zu fliegen. Wir wählen den 25.02., obwohl das Schiff wahrscheinlich schon am 21.02. abfährt, da wir zum einen erst 24 Stunden nach Abfahrt das extrem wichtige „Bill of Loading“ von der Shipping Line ausgehändigt bekommen (nur mit diesem Dokument bekommt man sein Fahrzeug im Zielhafen ausgehändigt, ohne DEFINITIV nicht! Darf man auf KEINEN Fall verlieren!) und wir uns zum anderen, in Anbetracht indischer Verhältnisse, ein Sicherheitspolster schaffen wollen. Nach langem Suchen wird man fündig. Es werden Direktflüge von Quantas und Air-India angeboten, aber die sind mit 550€ pro Nase recht teuer. Interessanterweise wird die mit 400€ günstigste Alternative von Emirates Airlines angeboten, der Fluglinie mit dem bekanntermassen besten Service der Welt.  Hat natürlich einen (wenn auch nicht schwerwiegenden) Haken. Statt nach Südosten Richtung Australien geht es zuerst Richtung Nordwesten nach Dubai. Dort fünf Stunden Aufenthalt, umsteigen, Flug nach Singapur, Zwischenlandung, auftanken und dann endlich Weiterflug nach Melbourne. Gesamtdauer ungefähr dreissig Stunden, aber wir sind schliesslich hart im Nehmen, also buchen wir. Am nächsten Morgen sind wir wieder in Colaba und diesmal haben wir Glück. Riedels grüner Bremach steht an der Promenade und endlich können wir Rieke und Uli, die wir bis heute nur über E-Mails kannten, persönlich begrüssen. Die Beiden sind ehemalige Allgemeinmediziner aus der Nähe vom Bodensee, hingen vor zehn Jahren Job, Praxis und Heim an den Nagel und sind seitdem kreuz und quer in der Welt unterwegs. Sie haben mit Mr. Irani Erfahrungen gemacht, die unseren nicht unähnlich sind. Auch ihre Verschiffung sollte Anfangs viel billiger sein, aber auf Grund der Kriegsgefahr am Golf ist nun alles viel teurer geworden. Na, da können wir ihnen natürlich auf die Sprünge helfen. Keine Erhöhung wegen drohenden Krieges, sondern von Anfang an falsch genannte Frachtrate. Dafür aber aufgeführte Nebenkosten, die nicht zum tragen kommen, da sie inklusive sind. Wir gehen mit den Beiden zur Agentur der K-Line, damit sie sich selber vergewissern können. Der Chef der Agentur bestätigt das, was wir erzählt haben. Von Anfang an hat die Frachtrate bis Neuseeland 100 US$ pro Kubikmeter Ladevolumen, also in Riedels Fall 3300 US$ betragen und ist zu keiner Zeit, schon gar nicht auf Grund drohender Auseinandersetzungen im Golf, erhöht worden. Dafür ist es ein Inklusivpreis. Auch Riedels werden vielleicht ein Delay in Tokyo in Kauf nehmen müssen, auch wenn ihr Bremach mit 2,98 m um einiges niedriger als Maggie ist. Letztendlich ist aber klar, dass es auch für Riedels keine preiswertere Alternative geben wird. Zumindest sind sie nun aber für ihr auf heute festgesetztes Treffen mit Mr. Irani bestens vorinformiert. Am Nachmittag setzen wir uns zu Rieke und Uli in den Bremach und führen sie von der Promenade (sie zahlen hier 100 Rupies pro Tag Parkgebühren) zur Don Bosco. Auch sie bekommen von Father Rektor die Erlaubnis, bis zur Verschiffung kostenlosen Unterschlupf zu suchen. Schon am Donnerstag flüchten die beiden aber wieder. Nachdem sie am Mittwoch an derselben Tankstelle wie wir ihren Wagen gewaschen haben, ist der Bremach in der Nacht zum Donnerstag von einer Gruppe marodierender Tauben (mehr als zahlreich auf dem Gelände von Don Bosco) aufs übelste zugeschissen worden und bedarf einer erneuten Reinigung. Damit ihnen dieses Übel nicht noch einmal widerfährt, stellen sie sich lieber wieder für 100 Rupies an die Promenade. Neue Nachrichten von Mr. Irani: Das Schiff soll nun erst am 24.02 abgehen. Mit viel Glück bekommen wir somit das Bill of Loading gerade noch in die Hände, bevor wir abfliegen. Wird auf jeden Fall knapp. Kurze Zeit später Entwarnung: Das Schiff kommt definitiv in der Nacht vom 22. auf den 23.02. und wird Bombay morgens gegen 9 Uhr wieder verlassen. Aufatmen. Dann neuerlicher Anruf von Mr. Irani: Schlechte Nachrichten! Nicht bezüglich des Abfahrt-Termins sondern der Fahrtdauer. Unumstösslich steht nun fest, dass Maggie sieben Wochen im Hafen von Tokyo stehen wird. So lange dauert es, bis eine Fähre Richtung Australien ausläuft, die in der Lage ist, unsere 3,45m hohe Maggie aufzunehmen. Das bedeutet, dass Maggie erst am 4. Mai in Sydney sein wird. Wir sind aber schon am 27. Februar in Melbourne! Hiob lässt grüssen. Aber da müssen wir nun durch. Kerstin, Marcus alte Freundin aus Melbourne, schickt eine beruhigende E-Mail. Natürlich können wir so lange bei ihr und ihrem Mann John unterkommen, wie es nötig ist. Unser Zimmer wartet schon. Klingt gut.
Am Freitag dem 21.02. kommt endlich Bewegung ins Spiel. Wir mit Maggie und Riedels mit ihrem Bremach fahren unter der Führung von Mr. Irani Richtung JNPT Neeva Sheva Port, unserem Verschiffungshafen, um die letzten Teile der Zollformalitäten hinter uns zu bringen. Mr. Irani hat in den letzten beiden Tagen schon die langwierigen Vorarbeiten erledigt, grosszügiges Bakschisch verteilt und Dutzende von Stempeln auf einem dicken Stapel von Dokumenten gesammelt. Wir halten auf einer Art Zollhof und nach vier Stunden Führungen für irgendwelche Zollbeamten, die alle mal einen Blick in unseres und Riedels Zuhause werfen und Chassis- und Motornummern überprüfen wollen, ist endlich das letzte Bakschisch an den Beamten gebracht, das letzte Dokument ausgestellt und der letzte Stempel gestempelt. Jetzt kann´s losgehen ins Hafengebiet, in dem wir die Fahrzeuge bis zur Verladung (die wir übrigens selber durchführen dürfen unterstellen wollen. Grosses LKW-Chaos vor dem Gate zum Containerterminal, 500 m vor dem Tor geht nichts mehr. Mr. Irani steigt aus, läuft voran, brüllt, wedelt mit den Armen, schafft so eine Gasse, in der wir 400 m vorfahren können, dann ist er plötzlich verschwunden. Wir schaffen es, bis direkt vor das Tor vorzustossen, da die indischen Fahrer uns im Slalom vorrücken lassen. Auf die Wachposten machen unsere vorgezeigten Dokumente jedoch keinen Eindruck. Scheinen nicht die richtigen zu sein. Wir sollen wieder zurück. Wo ist Irani? Doch da kommt er schon, mit den Armen wedelnd, steckt den Wachposten Scheine zu und wir dürfen durch das Gate. Auf einem bewachten Parkplatz stellen wir unsere Fahrzeuge ab, fahren mit einem Bus auf die weit entfernte andere Seite des Hafengeländes, steigen dort in eine kleine Fähre und erreichen den Fähranleger vor dem Taj in Colaba eine Stunde später. Auch wenn ich bis jetzt kein gutes Haar an Mr. Irani gelassen habe, muss ich nun doch zugeben, dass er sein Geschäft versteht. Wir haben schon von viel längeren Zollprozeduren gehört. Mit dem Taxi geht es zur Don Bosco, wo wir unser Reisegepäck für die Zeit in Australien ohne Maggie abgestellt haben und dann zurück nach Colaba ins Hotel. Fernseher an, Füsse hoch und abspannen. Die Verladung der Fahrzeuge ist für Sonntag, den 23.02., 7.30 Uhr angesetzt. Wir stehen gegen halb fünf auf, treffen uns eine Stunde Später mit Riedels und Mr. Irani am Fähranleger, schippern zum Neeva Sheva Port, mit dem Bus zu unseren Fahrzeugen und fahren vor bis zum Schiff, der „Pacific Highway“, einer gigantischen RoRo-Fähre, in deren gewaltigen Bauch bis jetzt 2000 PKW und LKW-Chassis verladen wurden. Dann dürfen wir über die breite Rampe ins Schiff fahren und werden von den Mitgliedern der japanischen Besatzung direkt im Verteilerraum hinter dem grossen Einfahrts-Gate auf Stellplätze gewinkt und gesichert. Marcus weist den japanischen Seemann, der Maggie in Tokyo von Bord fahren wird, in ihre Geheimnisse ein und übergibt die Schlüssel. Das war´s! Ab jetzt ist alles in „Gottes Hand“. Mit der Fähre geht es wieder nach Colaba und dort ins Hotel. Mr. Irani ist sichtlich erleichtert, dass die beiden Fahrzeuge ohne grössere Probleme an Bord der „Pacific Highway“ gelangt sind, er grinst über beide Backen. Am folgenden Morgen gilt es nun nur noch, das Bill of Loading in Empfang zu nehmen, Mr. Irani das Geld in die Hand zu drücken und dann ist das Kapitel Indien für uns schon fast beendet. Wir haben uns in der Agentur der K-Line verabredet. Mr. Irani ist wieder ganz der Alte und lässt uns erst Mal zwei Stunden warten. Als er endlich erscheint, überreicht er uns ein Bill of Loading, das gespickt ist mit falschen Angaben. Er hat schon wieder alles durcheinander gebracht. Also wird gestrichen, geändert (Mr. Irani wird alles noch ein Mal tippen müssen) und dann wechseln 5250 US$ in Rupien den Besitzer (mächtiger Stapel). Am Abend taucht Mr. Irani zu einem abschliessenden Besuch im Hotel auf und übergibt uns das nun fehlerfreie Bill of Loading. Wir treffen uns später noch ein letztes Mal mit Rieke und Uli zum Essen. Die beiden werden auch am morgigen Dienstag fliegen, allerdings nach Thailand, wo sie drei Wochen als Backpacker reisen wollen, um dann nach Auckland/Neuseeland zu fliegen und dort auf die Ankunft ihres Fahrzeuges zu warten. Nach einer Rundreise soll der Bremach dann nach Australien verschifft werden und wir verabreden, einen Teil unserer Tour durchs Land gemeinsam zu fahren.
Dienstag, 25.02.2003. Um 12 Uhr müssen wir im Apollo Guest House auschecken. Ein Taxi bringt uns in einer eineinhalbstündigen Fahrt hinaus zum 40 Km nördlich gelegenen Bombay International Airport. Unsere Maschine geht zwar erst um 19 Uhr, aber lieber warten wir ein paar Stunden im klimatisierten Airport, als mit unserem schweren Gepäck durch Bombay zu laufen. Um 18.30 gehen wir an Bord des Airbus A330 der Emirates Airlines, 19.10 Uhr hebt Flug EK 503 von der Startbahn ab und knapp zehn Minuten später verlassen wir indisches Hoheitsgebiet.

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